Im ayurvedischen Sinne werden die Regelschmerzen, die Menstruationsbeschwerden und das prämenstruelle Syndrom (PMS) dem Dosha Vata zugeordnet.

Das Dosha Vata

Genauer gesagt findet eine Zuordnung zum Apana-Vata statt. Das Dosha Vata steht für die Bewegungsabläufe im Körper und damit auch für die Bewegung des Blutes aus dem Körper heraus. Das Sub-Dosha Apana hingegen sitzt im Unterleib und steuert alle hier befindlichen Organe, sowie deren Ausscheidungen. Dazu zählen der Harnfluss, der Stuhlgang und bei den Frauen eben auch die Regelblutung.

Die geringsten Belastungen können das Sub-Dosha Apana-Vata stören. Das können bereits kalte Füße sein oder ein Ortswechsel. Demzufolge werden die Funktionen gestört und teilweise stark beeinträchtigt. Der Energiefluss im Sinne des Ayurveda kann hier deutlich gehemmt werden, was zu eben den bekannten Menstruationsbeschwerden führen kann. Doch gegen diese kann die ayurvedische Medizin vergleichsweise einfach Abhilfe schaffen.

Viel Ruhe vor und während des Zyklus

In der Zeit vor und während der Menstruation gilt es, sich zu schonen. Der Körper sollte viel Ruhe erfahren, die Schlafenszeiten sollten etwas vorverlegt werden. Idealerweise sind einige Minuten der Ruhe nach den Mahlzeiten möglich. Aber auch entspannende Musik kann hier reichlich Abhilfe schaffen. So sollte zunächst festgestellt werden, ob eher das hitzige Pitta oder das fragile Vata überwiegen.

Pitta oder Vata?

Welches dieser beiden Doshas dominiert, ob Pitta oder Vata, lässt sich recht einfach herausfinden: Pitta zeichnet sich durch eine sehr starke Blutung, leichte Reizbarkeit und einem verstärkten Hitzeempfinden aus. Demzufolge sollte auch die richtige Zeit für die Musik gewählt werden.

Überwiegt Vata im eigenen Körper, ist es ratsam, die Musik zu den Vata-aktiven Tageszeiten von vier bis sechs Uhr morgens und 14 bis 18 Uhr nachmittags zu hören.

Sollte das hitzige Pitta-Dosha dominieren, kann die Musik die gewünschte Entspannung in den Zeiten von 10 bis 13 und 22 bis 1 Uhr. Wichtig ist, dass die die Musik im Liegen gehört wird, am besten mit geschlossenen Augen. Dabei sollte die Frau auf sich selbst hören, auf ihr Unterbewusstsein und bewusst wahrnehmen, wie sich Verspannungen im Rücken und Unterleib langsam lösen.

Wie bereits erwähnt, können auch kalte Füße für eine Störung sorgen, diesen kann schnell mit einem warmen Fußbad entgegen gewirkt werden. Damit die Entspannung noch besser wirken kann, lohnt sich die Zugabe entsprechender Öle und Substanzen. Lavendel eignet sich während der Menstruation besonders gut.

Warme Flüssigkeiten

Auch die Aufnahme von Flüssigkeit spielt eine wichtige Rolle, um die Menstruation zu erleichtern. Insbesondere in den Tagen vor den Tagen sollte vermehrt warme Flüssigkeit aufgenommen werden, die die kalten, trockenen Eigenschaften des Vata-Doshas ausgleicht. Dadurch lassen sich die Stimmungsschwankungen meiden und auch die Krämpfe werden deutlich milder ausfallen.

Der Speiseplan sollte während dieser Zeit mit vielen Suppen, Obst- und Gemüsesäften, sowie heißem Wasser gefüllt werden. Außerdem können dünne Breie gegessen werden, die gerne mit Milch zubereitet werden können. Ebenfalls eignen sich warme Gerichte, die vegetarisch sind.

Ayurvedischer Kräutertee und Öle

Als ayurvedischer Tee eignet sich gut eine Kräutermischung aus Baldrianwurzel, Pfefferminzblättern und Kamillenblüten. Er beruhigt das Vata und kann den Krämpfen und Schmerzen vorbeugen, sie lindern. Dreimal pro Tag sollte eine Tasse dieses Tees genossen werden. Wem die Kräutermischung nicht so gut schmeckt, der kann ebenso auf einen Ingwer-Tee setzen. Wichtig ist hier allerdings die frische Ingwer-Wurzel.

Ebenfalls kann das Vata-Aromaöl helfen, Körper, Geist und Seele zu entspannen. Hierfür werden entweder einige Tropfen auf ein Taschentuch gegeben und bei Bedarf aus diesem inhaliert, oder es wird in eine Duftlampe gegeben. So kann der ganze Raum mit dem Aromaöl beduftet werden.

Das ayurvedische Minzöl bietet genauso gute Entspannungsmöglichkeiten. Am besten werden hier zwei bis vier Tropfen in heißes Wasser gegeben. Das Ganze wird dann schluckweise getrunken.

Bei einer zu starken Blutung kann Hibiskusblütentee helfen. Mit Ghee können die Füße eingerieben werden, um die Blutung zu verringern. Außerdem sollte auf Alkohol, Nikotin und Koffein verzichtet werden, ebenso wie auf heiße Vollbäder. Dies würde lediglich zu einer Verstärkung der Blutung führen.
 

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