Eigentlich wissen wir alle, wie ungesund Rauch ist. Die darin enthaltenen Stoffe können Krankheiten verursachen, der Feinstaub greift die Lunge an, und überhaupt fühlt sich kein Mensch so richtig wohl. Aber warum gibt es dann Weihrauch oder Räucherstäbchen?

Weihrauch in Kirche und Tempeln

In fast allen Kulturen und Religionen gibt es in religiösen Stätten Rauch. Weihrauch und Myrrhe der heiligen Drei Könige, der Weihrauch in den christlichen Kirchen, der Duft der Räucherstäbchen in buddhistischen Tempeln und Schreinen, der von den Kelten als Geist der heiligen Bäume verehrte Rauch: religiöse Ereignisse und Feste scheinen untrennbar mit Rauch verknüpft zu sein.

Häuser ausräuchern

Überbleibsel der alten Räucher-Traditionen gibt es auch heute noch in Deutschland, wenn in einigen Regionen zum Beispiel zu den “Rauchnächten” (z.B. zu Silverster) die Häuser mit Weihrauch ausgeräuchert werden.

Wachholderrauch

Der Rauch des heimischen Wachholders gibt einen sehr charakteristischen und für die meisten sehr angenehmen Geruch. Früher galt der Wachholder im nordischen Raum als “Lebensbaum”. Sein Rauch sollte dann dabei helfen, böse Geister und Krankheiten zu vertreiben.

Feuer und Menschen

Vielleicht fühlen sich die Menschen vom Rauch deswegen so besonders angezogen, weil es seit der Zeit der Höhlenmenschen ein Zeichen für eine Menschenansammlung war. Dort wo ein Feuer war, war auch die Gruppe. Dann würde der Rauch vielleicht für die Geborgenheit einer Gruppe stehen.

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