Der Kombucha wird als ein traditionelles ostasiatisches Getränk vertrieben, das den Europäerinnen und Europäern über Jahrtausende verschlossen geblieben sein soll. Es handelt sich bei dem Getränk um einen gesüßten Tee, der mit dem sogenannten Kombuchapilz vergoren wurde.
Der Kombuchapilz
Der Kombuchapilz hat es in sich. Bei dem auch Teepilz genannten Organismus handelt es sich nämlich genau genommen gar nicht um einen einzigen Pilz. Es ist vielmehr eine symbiotisch zusammenlebende Kultur aus mehreren Hefepilzen und Bakterien. Sozusagen ein Multi-Kulti-Pilz.
Bei der Gärung bilden die Kulturen des Teepilzes einen glibberigen Schirm, der auf dem gärenden Getränk schwimmt. Die Farbe diese Schirms ist häufig eher weißlich grau, kann aber auch rötlich braune Farbtöne annehmen.
Eine traditionelle “Bionade”?
Die Produktion des modernen Kombucha hat mit der Produktion der aus Deutschland stammenden Bionade eine ganze Menge gemein. Zum einen wird für die Bionade nämlich eine der Bakteriensorten des Teepilzes genutzt. Zum anderen wird das industriell produzierte Kombucha vor dem Ausliefern bakteriell sterilisiert und mit Sirup versüsst, so dass aus dem traditionellen Kombucha eigentlich eine moderne Limonade wird.
Wirkung des traditionellen Kombucha
Traditionell produzierter Kombucha wird nicht nur wegen seines frischen, anregenden Geschmacks geschätzt. Manche Stimmen sprechen dem Getränk auch verschiedene heilsame Wirkungen bzw. eine Verbesserung des Immunsystems zu. Wissenschaftlich abgesicherte Resultate gibt es bislang allerdings nicht.
Beim Verzehr des selbst produzierten traditionellen Kombuchas sollte darauf geachtet werden, dass sich Geschmack und Farbe nicht merkwürdig verändert haben oder gar Schimmel entstanden ist. In diesen Fällen ist das Getränk nicht mehr lecker und heilsam, sondern schädlich. Bitte komplett wegwerfen.
Meiden sollten den traditionellen Kombucha allerdings Kinder, Schwangere und alkoholkranke Menschen. Denn auf Grund der natürlichen Gärung kann der Alkoholgehalt des selbst produzierten Kombuchas bis zu drei Prozent betragen.
Russische Herkunft?
Der Kombucha soll der Legende nach ein schon vor Jahrtausenden bekanntes traditionelles chinesisches Getränk sein, und dereinst von einem Arzt namens “Kombu” dem chinesischen Kaiser als medizinisch wirkender Tee (”Tcha”) gereicht worden sein.
Überaus wahrscheinlich ist das leider nicht, denn der für die Gärung benötigte Zucker war in der antiken Zeit sozusagen rarer als Gold. Manche vermuten daher, dass der Kombucha erst zu den Zeiten der mittelalterlichen Zuckerproduktion in Russland entstanden ist.